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Pop-Newcomerin NARA mit ihrer neuen Single “Deja vu” im Interview

Pop-Newcomerin NARA mit ihrer neuen Single “Deja vu” im Interview

Kinga Bartczak
Pop-Newcomerin NARA mit ihrer neuen Single Deja Vu-Titelbild

Liebe NARA, wir freuen uns sehr, dich in unserem Role Model Interview unseren Leserinnen vorzustellen. Vielen Dank für deine Zeit!

Wir starten direkt in die Fragerunde, denn als wir deinen Song „Deja vu“, die erste Veröffentlichung deiner kommenden EP, gehört haben, waren wir sofort „addicted“ und seitdem läuft er regelmäßig in unserer Redaktion rauf und runter.

1. Woher kam dir die Inspiration zu diesem wundervollen Song?

Mein Exfreund hat mich damals verlassen und sich danach aber trotzdem noch hundertmal gemeldet. Für mich hat es sich damals so angefühlt, als würde ich immer dasselbe sagen und dasselbe durchleben: Also ein Déjà-vu. Ich schätze viele haben mal eine ähnliche Situation erlebt und kennen das Gefühl. Deswegen wollte ich darüber einen Song schreiben.

2. Manche wissen im Alter von 8 Jahren nicht mal, was sie morgens zur Schule tragen wollen, du hingegen warst dir völlig sicher, dass du Sängerin werden wolltest. Wie ist dieser Wunsch entstanden?

Ich habe mir damals nicht Gedanken darüber gemacht, dass ich eine bekannte Sängerin werden möchte, aber ich wusste in diesem Moment: ich will einfach nur singen. Das dann ein richtiger Plan dahinter steht, kam erst später.

3. Du hast anschließend etwas geschafft, was viele jahrelang üben müssen: Du bist sofort in Handlung gekommen und hast einen Lehrer für Operngesang angerufen, welcher bis dahin eigentlich nur Erwachsene unterrichtet. Wie hast du ihn überzeugt, dir Gesangsunterricht zu geben und was hat das für deine Entwicklung als Sängerin bedeutet?

Ich schätze, ich habe ihn überzeugt, weil ich es so dringend wollte. Ich glaube, er fand mich einfach sehr nett. Ich war mit meinen 8 Jahren kein Ausnahmetalent, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Jahre Klavier gespielt. Ich schätze am Schluss konnte er einem kleinen, blonden Mädchen nichts abschlagen. 😀

4. Viele Künstlerinnen werden für ihren Schaffensprozess bewundert, hast du besondere Rituale, mit welchen du deine Kreativität anregst?

Ich tanze und zünde Räucherstäbchen an – Nein sicher nicht! 🙂

Für mich sind Emotionen ein wahnsinnig tragender Charakter in meiner Musik. Besonders wenn ich ein besonders starkes Gefühl, wie Einsamkeit, Trauer, Herzschmerz, Glück, etc. empfinde, versuche ich das in einen Song zu verpacken.

5. Oft wird die Leidenschaft zur Musik ja auch innerhalb der Familie vermittelt und geweckt. Wie haben Familie und Freunde reagiert, als klar wurde, dass Musik kein kurzlebiges Hobby, sondern eine lebenslange Berufswahl für dich sein wird?

Meine Eltern haben mich, seit ich klein war, sehr darin unterstützt. Ehrlich gesagt, haben wir kein einziges Mal darüber gesprochen, ob das schon das Richtige für mich ist. Es war immer klar, da ich mich schon früh darum bemüht habe, mich für Workshops, etc. anzumelden. Meine Eltern mussten mich nie um mehr Engagement bitten oder mich zum Üben zwingen. Es war eher das Gegenteil der Fall und mein Klavierflügel wurde irgendwann in den Keller gestellt, weil es im Wohnzimmer keiner stundenlang ausgehalten hat.

6. Für deinen Traum hat es dich 2020 nach Berlin gezogen. Gab es einen besonderen Grund, warum du dich für diese bunte Metropole entschieden hast?

Ich war im Juni 2020 für ein Radiointerview in Berlin und hatte in dieser Zeit auch noch ein paar Songwriting-Sessions. Diese Woche hat mir so viel Spaß gemacht und ich dachte: Genau das möchte ich jetzt machen und ich habe mich kurzerhand entschlossen, hierher zu ziehen. Ich hatte aber natürlich auch Angst, ich kannte in Berlin damals nur drei Leute. Meine Eltern haben mich ermutigt und  mir gesagt, ich könnte ja jederzeit wieder wegziehen und das hat mich dann beruhigt. Ich habe es dann einfach probiert. Jetzt bin ich sehr, sehr glücklich in Berlin zu sein.

7. Deine Single „Deja vu“ besticht durch deine einzigartige Stimme, eingängige Beats und eine klare Popmelodien. Du hast darüber hinaus jedoch auch 18 Jahre eine klassische Klavierausbildung und 15 Jahre Unterricht in klassischem und Jazz Gesang genossen. Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben?

Auch wenn ich unterschiedliche Musikeinflüsse gehabt habe, würde ich meinen Musikstil doch klar in der Popmusik einordnen.

8. Unser Digitalmagazin wird geprägt vom Thema „Female Empowerment“. Inwieweit ist dieses Thema auch für dich als weibliche Künstlerin wichtig?

Es ist insoweit für mich wichtig, da ich tagtäglich damit konfrontiert werde, dass es eine primär männerdominierte Domäne ist, in Sessions und im Studio. Gerne würde ich mehr Frauen dazu ermutigen, diesen Schritt zu wagen und diese anfangen, sich künstlerisch in der Musikszene auszuleben.

9. Was würdest du (angehenden) weiblichen Musikerinnen raten, die ihren Weg in die professionelle Musikbranche suchen und mit Hürden konfrontiert sind?

Sich nicht so schnell entmutigen zulassen und dranzubleiben. Man bekommt Absagen oder manche Türen öffnen sich nicht direkt beim ersten Mal. Mein Tipp wäre, Geduld, Selbstvertrauen und eine gesunde Portion Selbstreflexion mitzubringen.

10. Das Jahr 2022 hat ja gerade erst richtig begonnen. Welche Ziele hast du dir in diesem Jahr gesteckt?

Meine allerste EP zu veröffentlichen, neue Songs zuschreiben, neue Songwriter*innen und Produzent*innen kennenzulernen und glücklich zu sein. 🙂

Liebe NARA, wir bedanken uns von Herzen für dieses wundervolle Interview und wünschen dir für deinen musikalischen Weg alles Gute!

Siehe auch
Ausnahmeunternehmerin und Gründerin Lara Daniel im Interview-Titelbild

Vielen lieben Dank für die tollen Fragen. Ich wünsche euch natürlich auch alles Gute und bleibt gesund!

Wir drücken jetzt wieder auf die „Repeat“-Taste und genießen deinen Song „Deja vu“ eine Weile. Wir freuen uns, wenn du nochmals für ein Interview vorbeischaust, sodass wir unsere Community über deinen inspirierenden Weg als Künstlerin auf dem Laufenden halten können.

Jetzt direkt in den neuesten Song “Deja vu” reinhören

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Foto: Keba L

NARA schreibt Popsongs, die auf internationalem Niveau mithalten können. Uns bei Ferryhouse hat sie mit ihrer Zielstrebigkeit beeindruckt. Sie wusste schon mit acht Jahren, dass sie Sängerin werden möchte und hat damals einfach den besten Gesangslehrer der Gegend angerufen und ihn überzeugt, sie zu unterrichten. Obwohl der eigentlich nur Gesangsstudent*innen unterrichtet. Seitdem ist für NARA klar: Ihr Leben gehört der Musik. Dafür ist sie vor zwei Jahren nach Berlin gezogen, um dort als Songwriterin zu arbeiten. Mittlerweile ist sie bei uns unter Vertrag, ist fast täglich im Studio und arbeitet daran, sich ihren Traum zu erfüllen.

Über den/die Autor*in

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Kinga Bartczak berät, coacht und schreibt zu Female Empowerment, neuer Arbeitskultur, Organisationsentwicklung systemischen Coaching und Personal Branding.

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