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Ein Dokumentarfilm, der uns alle inspiriert: ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED
Dunkel Hell

Ein Dokumentarfilm, der uns alle inspiriert: ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED

Kinga Bartczak
ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED-Nan Goldin

Die amerikanische Fotografin Nan Goldin ist das, was man einen Star in der modernen Kunstwelt nennen kann. Ihre Werke zu Themen, wie LGBT-Subkulturen, Liebe, Sexualität, Drogen und Gewalt überzeugen durch ihre schonungslose Direktheit und der Darstellung intimer Momente.

Verwurzelt in der NewYorker No-Wave-Underground-Bewegung, hat sie die Kunst der Fotografie revolutioniert. Mit ihremherausragenden Gespür, den richtigen Moment einzufangen, und ihrem politischen Blick durch die Kamera hat sie die Definitionen von Gender und Normalität stets in Frage gestellt. Ihre Fotografien widmen sich Themen wie Sexualität, Sucht und Tod. Sie sind von schonungsloser Direktheit, großer Intimität und Vielschichtigkeit.

Nach einer Operation wird Goldin ein starkes Schmerzmittel verschrieben. Sie wird abhängig, schafft aber im Gegensatz zu unzähligen Anderen den Ausstieg. Seither kämpft sie unermüdlich als Aktivistin gegen die Pharmadynastie Sackler, die hauptverantwortlich für die weltweite Opioid-Krise ist. Doch die Milliardärsfamilie gehört auch zu den weltweit größten Kunstmäzenen, auf die nicht zuletzt auch Künstler wie Goldin selbst angewiesen sind. Mit mutigen Aktionen zwingt Nan Goldin große Museen wie den Louvre, die Tate, das Guggenheim und das Met, ihren Standpunkt zu überdenken und sich von den Sacklers zu distanzieren.

ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED ist ein fesselndes und inspirierendes Porträt der Künstlerin und Aktivistin Nan Goldin. Die Oscar®-prämierte Filmemacherin Laura Poitras (CITIZENFOUR) wurde für ihren herausragenden Dokumentarfilm in Venedig mit dem Goldenen Löwen, dem Hauptpreis des Festivals, ausgezeichnet.

ÜBER DEN FILM

ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED-Poster
2022 Participant Film, LLC. Courtesy of Participant

ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED ist eine brillante Collage aus Diashows, intimen Interviews, beeindruckender Fotokunst und seltenen Aufnahmen der bekannten Fotokünstlerin und Aktivistin Nan Goldin, die ihr Leben und ihren sehr persönlichen Feldzug gegen die Familie Sackler dokumentiert.

Siehe auch
Ein Interview mit Isabella Stadler Gründerin von Belle Ikat-Artikelbild

Die preisgekrönte Filmemacherin Laura Poitras verwebt gekonnt Goldins Vergangenheit und Gegenwart, das zutiefst Persönliche und Politische und macht daraus ein großes filmisches Meisterwerk: von den Aktionen der Aktivisten-Gruppe P.A.I.N. (Prescription Addiction Intervention Now) an renommierten Kunstinstitutionen über die intimen Fotografien ihrer Freunde und Wegbegleiter bis hin zu Nan Goldins Dia-Show „The Ballad of Sexual Dependency“ (1985) sowie ihrer legendären, von der National Education Association zensierten AIDS-Ausstellung 1989, „Witness: Against Our Vanishing“.

Die Geschichte beginnt mit P.A.I.N., einer Aktivisten-Gruppe, die Nan Goldin gründete, um an Museen zu appellieren, das Geld der Sackler-Familie abzulehnen, die Sucht als solche zu entstigmatisieren und zur Schadensprävention. Inspiriert von der AIDS-Bewegung ACT UP organisierte die Gruppe öffentliche Proteste mit dem Ziel, die toxische Philanthropie des Sackler-Clans zu entlarven, deren Unternehmen Purdue Pharma mit dem Massenmedikament OxyContin die Opioid-Epidemie auslöste.

Über die Autorin

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Kinga Bartczak berät, coacht und schreibt zu Female Empowerment, neuer Arbeitskultur, Organisationsentwicklung systemischen Coaching und Personal Branding.

Zudem ist sie Geschäftsführerin der UnternehmerRebellen GmbH und Herausgeberin des FemalExperts Magazins.

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