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Die Haarpflegerevolution: Wie Gründerin und Role Model Jen Martens den Markt für Locken- und Afrohaarpflege aufmischt
Dunkel Hell

Die Haarpflegerevolution: Wie Gründerin und Role Model Jen Martens den Markt für Locken- und Afrohaarpflege aufmischt

Kinga Bartczak
Ein Interview mit Jen Martens-Gründerin von ŌMAKA-Artikelbild

Im heutigen Interview darf sich die FemalExperts-Community auf ein ganz besonderes Role Model freuen, denn wir haben mit Jen Martens – Gründerin & Geschäftsführerin von ŌMAKA gesprochen. Jen hat das erste blackowned female business für Locken- und Afrohaarpflege Produkte in der DACH-Region gegründet und ist hierdurch eine absolute Pionierin in diesem Bereich.

1. Liebe Jen, vielen Dank, dass du dich der FemalExperts Community vorstellen möchtest. Ich starte gerne mit einer offenen Frage, um dir den Raum zu geben, uns alle ein wenig auf deine Lebensreise mitzunehmen: Magst du uns etwas zu deiner Person und deinem bisherigen Lebensweg erzählen?

Gerne! Fangen wir ganz einfach an: Ich bin Jen Martens, Schwarze Gründerin und Mutter zweier Kinder. Ich habe 2019 ŌMAKA Naturkosmetik gegründet, aus meiner Elternzeit und dem eigenen Bedarf heraus und in diesem Rahmen habe ich das erste feste Shampoo für Locken sowie Afrohaare auf den deutschsprachigen Markt gebracht.

Wie viele andere Schwarze Frauen meiner Generation habe ich meine Haare seit der Kindheit mit chemischen Mitteln geglättet. Afrohaare galten als ungepflegt und entsprachen nicht dem westlichen Schönheitsideal. Also passte ich mich an und schädigte meine Locken über Jahre hinweg – weil ich auch einfach nicht wusste, wie ich sie richtig pflegen konnte.

2011 begann ich, mich mit meinen eigenen Haaren auseinanderzusetzen. Ich wurde auf das Hair-Movement in Frankreich, England und den USA aufmerksam. Plötzlich sah ich so viele Menschen, die stolz auf ihre Afrohaare waren. Meine Eindrücke und Learnings dokumentierte ich über die Zeit in meinem Blog Frolicious.

Als ich 2013 eine schmerzhafte Kopfhautverbrennung erlitt, entschloss ich mich dazu, mit dem chemischen Glätten aufzuhören und ließ meine Locken wachsen. Da ich jedoch keine Pflegeprodukte fand, die meinen Wünschen entsprachen, nahm ich mir ein Beispiel an meiner Oma aus Ghana und stellte in meiner Küche meine eigene Haarpflege her.

Diese verteilte ich unter Freunden und Bekannten, die immer wieder nachfragten. Da kam mir dann die Idee eine eigene Haarpflegemarke zu gründen, launchte 2019 ŌMAKA Naturkosmetik und brachte das erste feste Shampoo für Locken und Afrohaare auf den deutschsprachigen Markt. 

In den vergangenen vier Jahren habe ich noch weitere natürliche, vegane und feste Haarpflegeprodukte für alle Lockentypen herausgebracht. Ich bin Teil einer starken Community, gebe mein Wissen als Speakerin weiter und nutze diese Plattform, um für mehr Diversität (in der Haarpflegebranche) einzutreten.

2. 2011 hast du erstmalig deine „Haarreise“ begonnen, indem du dich mit Struktur, Bedarf und Produkten auseinandergesetzt hast, die für die Afrohaarpflege entscheidend sind. Wie hat sich dein Weg letztlich von der Dokumentation auf deinem Blog, hin zur Gründung deines eigenen Beauty E-Commerce Business im nachhaltigen Impact Sektor entwickelt?

Den Gedanken zu Gründen hatte ich das allererste Mal, als eine Freundin nach meinen selbst gemachten Produkten fragte. Die Rezepturen hatte ich selbst zusammengestellt und die Pflege ohne unternehmerische Gedanken nur in meinem Freundes- und Bekanntenkreis verteilt.

Es ging mir am Anfang „nur“ darum, Haarpflegeprodukte für meine Afrolocken zur Hand zu haben, die auch meinen Wünschen und Ansprüchen entsprachen. Ich wollte damit kein Geld verdienen, sondern meine Haare richtig pflegen – ohne Unsummen an Geld für ausländische Produkte ausgeben zu müssen.

Als ich dann schwanger wurde, fragte ich mich, wie ich die Haare meines Kindes pflegen und welche Werte ich weitergeben möchte. Auf dem Markt gab es nach wie vor keine nachhaltigen Produkte für Locken und Afrohaare, mit denen ich die Haare meiner Kinder pflegen wollte.

Also wuchs in mir immer mehr der Wunsch heran, diese Lücke zu schließen. Den Schritt zu Gründen tat ich dann aus dem eigenen Bedarf heraus. Denn ich wollte für meine Kinder eine Afrohaarpflege entwickeln, die sie ohne Weiteres und große Kompromisse auch in der nächsten Drogerie bekommen könnten. 

3. Du beschreibst deine Marke ŌMAKA als Hommage an deine Heimat Ghana und deine eigene Familiengeschichte. Magst du diesen Punkt etwas genauer erläutern?

Ein Interview mit Jen Martens
Foto: Jen Martens, © Steve Thomas Photography

Meine Heimat ist zwar Hamburg, aber meine Wurzeln liegen in Ghana. Dort habe ich einige Jahre als Kind auch bei meiner Oma gelebt. Ihr Durchhaltevermögen und ihre Ausdauer haben mich als Kind sehr geprägt. Denn sie hatte zehn Kinder, was in der damaligen Zeit nicht einfach war – heute sicher  auch nicht – und hat sich liebevoll um jedes einzelne Kind gekümmert. „Nebenbei“ hat sie auf dem Markt gearbeitet, um Pfeffer zu verkaufen.

Meine Oma hat mich damals in die wunderbare Welt der Heilpflanzen eingeführt, mir gezeigt, welche Pflanze mich bei welchen Dingen unterstützen kann. Ich erinnere mich daran, wie sie viele Stunden damit verbrachte, aufwändige Rezepturen zur Pflege von Haut und Haar herzustellen.

Leider lebt sie nicht mehr, aber durch ŌMAKA lebt sie weiter. Denn sie hat mich zu dem inspiriert, was ich heute mache: Die Schätze der Natur mit anderen Menschen teilen, damit sie sich schön und gepflegt fühlen – und das immer mit einem Hauch von Afrika.

Durch sie weiß ich, dass wir uns im Alltag viel mehr Zeit für uns und unsere Bedürfnisse nehmen sollten. Meine Produkte von ŌMAKA spiegeln genau das wider und sind daher eine Hommage an meine Heimat, Kultur und die Natur in Ghana.

4. Viele Menschen transportieren ihr Selbstbild über die Haare. Für dich kam neben der spezialisierten Haarpflege jedoch noch eine Komponente dazu, denn du hast mit ŌMAKA eine nachhaltige Haarlinie kreiert, die vegan, natürlich, zertifiziert, dermatologisch getestet und in Deutschland hergestellt ist. Inwieweit waren dir diese Indikatoren besonders wichtig und gab es hierbei besondere Herausforderungen zu bewältigen?

Ich wollte mit ŌMAKA eine nachhaltige Firma aufbauen, die nie die Bodenhaftung verliert und sich nach den Bedürfnissen der Kund*innen richtet. Das Ziel ist es, Haarpflegeprodukte zu kreieren, die alle Menschen mit lockigen Haaren und Afrohaaren glücklich machen.

Das bedeutet für mich eben auch, dass unsere Haarpflege so nah an der Natur wie möglich sein sollte. Jahrhundertelang haben Menschen ihr Haar mit pflanzlichen Erzeugnissen gepflegt – warum also wir „modernen“ Menschen nicht auch?

Dabei spielen eben auch Faktoren mit rein, dass ich meine Produkte plastikfrei und lokal in Deutschland herstelle, um die Umwelt nicht noch weiter zu belasten. Umweltschutz ist für uns und die Zukunft unserer Erde so wichtig. Wir haben nur diese eine, für die wir verantwortlich sind! Also müssen wir auch sie pflegen.

5. Du verkaufst nicht nur deine Produkte, sondern teilst auch weitläufig dein Wissen über Lockenpflege und Afrohaarpflege mit deiner Community. Wo besteht deiner Ansicht nach hier der größte Wissensbedarf? Was sind vielleicht gängige Fragen, die dir in diesem Kontext begegnen?

Da es so viele Haar- und Lockentypen gibt, variieren auch die Fragen je nach Problemen, Anforderungen und Bedürfnissen, die es zu erkunden und zu kennen gilt. Aber die vier wichtigsten habe ich einmal herausgesucht:

  1. Wie unterscheiden sich glatte Haare von Locken? – Da liegt der Kern in der Haarstruktur. Afrohaare haben ein enges spiralförmiges Muster, einen dickeren Haarschaftdurchmesser und eine dünnere Schuppenschicht. Es ist zwar widerstandsfähiger gegen Beschädigungen und Haarbruch, aber anfälliger für Hitzeschäden, chemische Behandlungen und Umwelteinflüsse. Diese strukturellen Unterschiede sind der Grund dafür, dass für Locken und Afrohaare ein ganz anderer Ansatz für Pflege und Styling erforderlich ist.
  2. Da kommen wir zu Frage Nummer zwei: Was sind die Dos and Don’ts bei Locken? – Wichtig ist es Hitze zu meiden und bei der Pflege auf aggressive Inhaltsstoffe, Sulfate & Co. zu verzichten. Es sollten eher Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die auch zum eigenen Haartyp passen, genutzt werden. Hierbei ist außerdem die Porosität der Locken (gering, normal, hoch) wichtig, um die richtige Haarpflege überhaupt erst einmal zu bestimmen.
  3. Folgefrage: Was ist Porosität und wie kann ich sie bestimmen? – Die Porosität der Haare sagt aus, inwieweit die Haarschuppen vom Haarmark abstehen und bestimmt in welcher Position die Schuppenschicht gegenüber dem Haarmark angeordnet ist. Dabei ist sie entweder offen (hohe Porosität) oder geschlossen (geringe Porosität). Wobei eine geöffnete Schuppenschicht darauf hinweist, dass das Haarmark nicht mehr geschützt ist.
    Für mich war die Erkenntnis über die Porosität meiner Haare der Schlüssel in meiner Haircare-Reise. Erst durch sie wurde mir bewusst, welche Pflegemittel Locken und Afrohaare benötigen, weswegen ich für ŌMAKA auch zwei feste Conditioner für Locken und Afrohaare entwickelt habe.
  4. Am Anfang einer jeden Lockenreise steht jedoch immer die Frage: Wie finde ich meinen Lockentyp heraus? – Nach Andre Walker (bekannter US-amerikanischer Hairstylist) gibt es vier Haartypen, denen jeweils bestimmte charakteristische Merkmale zugeordnet werden, die sämtliche Haarstrukturen von glatt bis sehr lockig einschließen. Das System gliedert sich nach einer numerischen Reihenfolge von 1 bis 4 und dann nach einem A-B-C-Suffix, bei dem der Grad der Welligkeit, das generelle Aussehen sowie das Volumen berücksichtigt werden.

Ich habe mit ŌMAKA auch einen Online-Haarpflegeguide aufgezogen, in dem ich all diese Fragen ausführlich beantworte. Denn manche Fragen und Probleme sind einfach zu komplex, um sie einmal kurz im Interview zu beantworten.

6. Du hast im Rahmen des Female Leader Awards folgende Beschreibung über dich veröffentlicht: „Ich bin eine schwarze Mutter mit afrikanischen Wurzeln und habe das erste nachhaltige feste Shampoo für Afrohaare & lockige Haare ‚Made in Germany‘ auf den Markt gebracht.“ Ich bewundere es stets, wenn jemand sein Business selbst bootstrappt, also selbst finanziert. Bei dir kommt noch die Besonderheit dazu, dass du zwei kleine Kinder hast, die ebenfalls deine Aufmerksamkeit einfordern. Inwieweit betrachtest du deine Position als „Mompreneur“ hier als Vorteil?

Ich sehe meine Rolle als „Mompreneur“ als eine Art Superkraft. Es ist eine unglaubliche Herausforderung, aber auch eine unbeschreibliche Quelle der Inspiration. Es gibt da diese Balance, die ich täglich meistern möchte – zwischen der Verantwortung, ein nachhaltiges Unternehmen zu führen, während ich meinen Kindern eine liebevolle und unterstützende Mutter sein möchte.

Meine Kinder sind mein Antrieb und meine Motivation. Sie sind Teil meiner Reise als Unternehmerin. Ihr Einfluss hat mir geholfen, das große Ganze zu sehen, die Bedeutung von Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit von Vielfalt in der Welt, in der sie aufwachsen werden.

Als „Mompreneur“ habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich zu organisieren und Prioritäten zu setzen. Es geht nicht nur darum, ein Geschäft aufzubauen, sondern eine Zukunft zu gestalten, in der meine Kinder stolz auf das sein können, was ich tue. Es ist eine Reise, die mir zeigt, wie wertvoll Leidenschaft und Pflichten im Zusammenspiel sind.

7. Gibt es vielleicht einen Tipp, welchen du mit anderen (angehenden) Mompreneurs teilen möchtest, den du vielleicht selbst vorab gerne erhalten hättest?

Auf jeden Fall! Aber manche Dinge muss man wohl selbst erleben und durchleben, um aus ihnen zu lernen. Meine größte Herausforderung war es, die Balance zwischen meiner Mutterrolle und dem Unternehmensaufbau zu finden. Ich habe hochschwanger und mit zweieinhalbjährigem Kind gegründet. Da sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit Schlüsselwörter.

Außerdem habe ich schnell gelernt, dass ich niemandem etwas beweisen muss. Es ist völlig in Ordnung, nach Hilfe zu fragen und sie dankend anzunehmen. Aufgaben abzugeben und sich mit anderen Selbstständigen auszutauschen, helfen ebenfalls dabei, sich in dieser Dualität von Mutter und Gründerin nicht zu verlieren.

Also baut ein starkes Netzwerk auf und knüpft Kontakte zu anderen (Müttern und) Unternehmerinnen. Tauscht Erfahrungen aus, lernt voneinander und  unterstützt einander.  Niemand muss den Weg allein gehen.

8. Ich habe dich nicht nur im Kontext deines Business entdeckt, sondern auch, weil uns ein Thema besonders verbindet: Diversity. Als Diversity-Trainerin begeistert es mich stets auf Gleichgesinnte in diesem Themenfeld zu treffen, denn bezogen aufs Business merke ich nämlich, dass hier und da aufgrund meines Namens oder meiner polnischen Herkunft durchaus verhaltene Reaktionen bis hin zu der Frage, ob ich denn Deutsch sprechen würde, zu erwarten sind. Spürst auch du als Entrepreneurin mit Migrationshintergrund Unterschiede im Business-Kontext, wenn es zum Beispiel um Verträge oder Geschäftsverhandlungen geht?

Ja, schon. So hatte ich von Beginn an das Gefühl, dass ich meine Aussprache perfektionieren und ganz besonderen Wert auf mein Äußeres legen müsste.

Im Einzelhandel musste ich mir leider auch oft anhören, dass ich meine Produkte doch lieber in Shops anbieten solle, die Produkte für Menschen mit afrikanischen Wurzeln anbieten.

Daher schicke ich nach wie vor manchmal meinen weißen Mann, um auf Geschäftsinhaber*innen zuzugehen und ŌMAKA vorzustellen. Ich habe oftmals bessere Chancen, einen Termin für ein Gespräch zu bekommen.

Siehe auch
Nina Bott im Interview-Artikelbild

9. Wir begreifen uns mit FemalExperts Consulting im Themenfeld Diversity als aktive Allys (=Verbündete), wissen jedoch darum, dass wir stets Lehrende und Lernende zugleich sind. Was würdest du sagen: Welche „blinden Flecken“ sollten wir künftig im Bereich Diversität oder auch im Hinblick auf den Black History Month intensiver betrachten?

Foto: Jen Martens, © Steve Thomas Photography

Ich teile ganz deine Sichtweise zu Diversity und der Wichtigkeit, den Black History Month umfassend zu würdigen.

Oft übersehen wird dabei jedoch zahlreiche wertvolle Aspekte innerhalb der Schwarzen Gemeinschaft. Da der Fokus in dieser kurzen Zeit eben auf nur wenige Bereiche gerichtet ist. Dabei ist es so unglaublich wichtig, die Vielfalt, die Beiträge und die Erfolge Schwarzer Menschen in allen Facetten zu erkennen und zu ehren – sei es in der Wissenschaft, Kunst, Geschichte oder Gesellschaft.

Wichtig ist daher einfach die Integration einer umfassenden Bildung über diese Beiträge Schwarzer Menschen – sei es zur Gesellschaft, Unterdrückungsgeschichte, dem Widerstand oder auch ihre Errungenschaften anzuerkennen. Dies sollten wir nicht nur auf einen einzigen Monat begrenzen, sondern kontinuierlich in den Lehrplänen und Bildungseinrichtungen verankern.

Darüber hinaus sollten wir Plattformen schaffen, die Schwarzen Menschen kontinuierlich eine Stimme und Sichtbarkeit geben, nicht nur einmal im Jahr. Wir müssen uns aktiv dafür einsetzen, Diversity in Unternehmen und Organisationen zu fördern und in allen Bereichen der Gesellschaft zu integrieren. Wir müssen offene Räume schaffen, in denen wir über Rassismus und strukturelle Herausforderungen sprechen können, ohne Furcht vor Verurteilung oder Ignoranz.

Es ist eine stetige Reise des ständigen Lernens und Verstehens. Letztlich geht es darum, kontinuierlich zu lernen sowie unsere Anstrengungen für Diversität und Inklusion zu verstärken, um eine Welt zu gestalten, in der jede Stimme gehört und geschätzt wird. Dieser gemeinsame Weg des Wachstums ist wirklich bedeutsam.

10. Ich war ziemlich beeindruckt zu sehen, dass dir zusätzlich das Thema „Female Empowerment“ nicht nur im Rahmen der Produktentwicklung wichtig ist, sondern auch darüber hinaus. Inwieweit findet auch dein Engagement für Kinder und Frauen aus Ghana Einzug in dein Business?

Aktuell engagiere ich mich in diesem Bereich noch nicht so, wie ich es gerne würde. Aber mein Wunsch ist es, langfristig in Ghana Arbeitsplätze zu schaffen, meine Produkte auch dort herzustellen und zu verkaufen.

Meine Produkte sind für mich nicht nur ein Geschäft, sondern eine Herzensangelegenheit – eine Art Hommage an meine Wurzeln. Die Idee, Arbeitsplätze zu schaffen und die lokale Produktion zu unterstützen, ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Vision für ŌMAKA Naturkosmetik.

Es wäre eine großartige Möglichkeit, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, Talente und Fähigkeiten in Ghana fördern. Ich bin voller Motivation und Inspiration, diesen Weg in der Zukunft zu beschreiten.

11. Welche Produkte finden wir aktuell im Portfolio von ŌMAKA und wohin würdest du dein Unternehmen gerne in den folgenden Jahren entwickeln?

ŌMAKA Naturkosmetik führt derzeit:

  • Ein festes Shampoo zur Reinigung mit BIO Brokkolisamenöl,
  • Einen 2in1 Conditioner,
  • Zwei feste Conditioner – einen für hohe & einen für niedrige Porosität,
  • Ein BIO Arganöl für die Pflege von Haut, Haaren & Nägeln,
  • Ein Aloe Vera Spray für die Feuchtigkeitspflege,
  • Aus der Shampoo-Seife für schuppige Kopfhaut mit BIO Rosmarin, BIO Brennnesseln und Lavendel und der Haarseife ohne Duftstoffe mit BIO Sheabutter für Kinder & Erwachsene werden demnächst Duschseifen.

Ich habe vor Kurzem eine Rasierseife auf den Markt gebracht. Außerdem strebe ich an, im nächsten Jahr meine Produkte vermehrt im stationären Handel zu platzieren. Dafür bin ich jederzeit auf der Suche nach Partnern und neuen Listungen.

12. Gibt es einen persönlichen Wunsch, den du dir in den kommenden Jahren in jedem Fall erfüllen möchtest oder ein Thema, welches du angehen willst?

Ich habe einige Ziele und Wünsche, die ich in den nächsten Jahren realisieren will. Dazu gehört etwa ein tolles Unternehmen aufzubauen, in dem ich selbst gerne gearbeitet hätte. Das Augenmerk liegt dabei ganz klar auf meinem Team und den Menschen, die mit und für mich arbeiten. Sie sind mit mir der Antrieb für mein Unternehmen.

Obendrein steht nächstes Jahr im Zeichen des Wachstums – sowohl persönlicher als auch unternehmerischer Natur. Ich freue mich auf das, was noch kommt.

Liebe Jen, vielen Dank für deine eindrücklichen und inspirierenden Antworten. ŌMAKA  ist nicht nur ein Produkt für schönere Locken oder Afrohaaren, es ist eine Botschaft, dass die Community von BIPoC (= Black, Indigenous, People of Color) auf allen Bühnen sowie in allen Lebensbereichen, wirksamer sowie sichtbarer werden sollte, sodass ihre Bedürfnisse mehr Berücksichtigung finden. Unsere Welt braucht mehr Perspektivwechsel, mehr Vielfalt und mehr Produkte, die unsere Lebensrealität widerspiegeln. Vielen Dank, dass du diesen unglaublichen Weg auf dich nimmst, um alle Menschen durch deinen Love Brand zu begeistern und in ihrem Wohlbefinden zu unterstützen.

Jen Martens’ Profile

Jen Martens auf Instagram
Jen Martens auf LinkedIn
ŌMAKA auf Instagram
ŌMAKA Website

Über die Autorin

Website | + Beiträge

Kinga Bartczak berät, coacht und schreibt zu Female Empowerment, neuer Arbeitskultur, Organisationsentwicklung systemischen Coaching und Personal Branding.

Zudem ist sie Geschäftsführerin der UnternehmerRebellen GmbH und Herausgeberin des FemalExperts Magazins.

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