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„Ich wollte kein bisschen mehr selbstständig sein – sondern Unternehmerin.“

„Ich wollte kein bisschen mehr selbstständig sein – sondern Unternehmerin.“

Andreja Stella Drozdan
Ich wollte kein bisschen mehr selbstständig sein sondern Unternehmerin-Artikelbild

Viele Frauen starten mit Herz – und landen in der Erschöpfung. Warum es nicht reicht, selbstständig zu sein, wenn du ernst genommen werden willst. Ein Klartext.

Der Moment der Erkenntnis

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich wusste: So geht es nicht weiter. Ich saß an meinem Schreibtisch, zwischen halb ausgetrunkenen Kaffeetassen und einer To-do-Liste, die mehr meiner Sehnsucht als meiner Strategie folgte. Ich hatte ein Herzensbusiness aufgebaut, mit viel Liebe, Intuition und dem festen Glauben: Wenn ich nur genug gebe, wird es schon irgendwie laufen.

Aber es lief nicht. Nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte zwar Sichtbarkeit, Follower, vielleicht sogar Applaus – aber keinen echten Umsatz. Keine Planungssicherheit. Kein Fundament. Und je mehr ich arbeitete, desto leerer wurde ich. Es war kein Burnout im klassischen Sinne, sondern eher ein “Leuchtkraftverlust”. Ein inneres Ausbluten. Weil ich alles gab und zu wenig zurückkam.

Ich war sichtbar. Ich hatte Expertise. Aber ich war keine Unternehmerin. Noch nicht.

Ein Fall von vielen: Die Geschichte von Marie

Marie war eine meiner ersten 1:1-Kundinnen. Grafikdesignerin, vielbegabt, kreativ bis in die Haarspitzen. Als wir uns kennenlernten, hatte sie ein wunderschönes Portfolio, eine liebevoll gestaltete Website und ein Angebot, das sie “aus dem Herzen heraus” formuliert hatte. Doch der Kalender blieb leer. Monat für Monat. “Ich mache doch alles richtig”, sagte sie damals. “Ich poste, ich gebe Tipps, ich bin sichtbar. Warum bucht niemand?”

Wir haben uns ihren Auftritt gemeinsam angeschaut. Was wir fanden, war kein Problem der Qualität. Es war ein Mangel an Klarheit. Marie wollte niemanden ausschließen, also sprach sie alle an. Sie wollte fair sein, also nannte sie keine Preise. Sie wollte nicht pushen, also fehlte jede Art von Verkaufsstruktur.

Der Moment der Wahrheit kam, als sie mir sagte: “Wenn das so weitergeht, muss ich wieder in die Festanstellung.” Ihre Stimme zitterte. Nicht, weil sie Angst vor Arbeit hatte. Sondern weil sie wusste: Dort wird sie nie ganz sie selbst sein können. Das war ihr Kipppunkt.

Herz reicht nicht – Haltung zählt

Was viele nicht sehen: Ein Herzensbusiness allein reicht nicht. Es braucht unternehmerische Klarheit. Eine Positionierung, die nicht nur schön klingt, sondern verkauft. Ein Angebot, das nicht nur fühlt, sondern trifft. Und Preise, die deinen Wert nicht schätzen, sondern widerspiegeln.

Marie hat sich entschieden. Für Klarheit. Für eine spitze Zielgruppe. Für ein einziges Signature-Angebot. Sie hat angefangen, über Ergebnisse zu sprechen statt nur über Gefühle. Und ja: Sie hat gelernt, zu verkaufen. Auf ihre Art. In Verbindung. Aber mit Struktur.

Was sich verändert hat

Auch ich musste mich irgendwann entscheiden. Aufhören, nett zu hoffen. Anfangen, unternehmerisch zu denken. Kein Bauchladen mehr. Keine Content-Strategie ohne Ziel. Kein Selbstzweifel als Dauerbegleiter.

Ich habe meine Positionierung geschärft, meine Preise angepasst, mein Signature-Angebot aufgebaut und mich nicht mehr gefragt, ob das “zu viel” ist. Denn das war ich. Endlich ganz.

Und plötzlich floss der Umsatz. Nicht, weil ich lauter geworden bin. Sondern weil ich klarer geworden bin. Die richtigen Frauen fanden mich. Die, die bereit waren, sich auch selbst neu zu entscheiden. Für mehr als ein bisschen selbstständig.

Siehe auch
Vicky Chakalaka schreibt Motorsportgeschichte-Artikelbild

Was Unternehmerin-Sein wirklich bedeutet

Unternehmerin sein heißt nicht, jeden Tag 14 Stunden zu hustlen. Es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen zu treffen. Strukturen zu schaffen, die dich tragen. Und vor allem: Dich selbst ernst zu nehmen. Nicht nur als Mensch, sondern als Marke. Als Leaderin. Als Wirtschaftskraft.

Viele Frauen scheuen sich vor dem Begriff. Unternehmerin klingt nach Anzug, Zahlen und Ellenbogen. Aber was, wenn wir das neu definieren? Was, wenn Unternehmerin-Sein heißt: Verkörpert. Klar. Mit Haltung.

Eine Einladung an dich

Vielleicht stehst du gerade an dem Punkt, an dem auch Marie und ich standen. Vielleicht brennt dein Herz, aber dein Konto bleibt leer. Vielleicht trägst du eine große Vision in dir, aber traust dich nicht, sie unternehmerisch zu führen. Dann nimm das hier als Einladung.

Nicht zu mehr Doing. Sondern zu mehr Verantwortung. Nicht zu mehr Härte. Sondern zu mehr Klarheit. Nicht zu weniger Herz – sondern zu mehr Haltung.

Denn ein Business, das dich erfüllt und trägt, entsteht nicht durch Hoffnung. Sondern durch Entscheidung.

Und vielleicht ist heute genau der richtige Tag dafür.

Über die Autorin

Andreja Stella Drozdan
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Du hast genug vom „Ich müsste mal…“ und willst ein Business, das deinen Anspruch spiegelt?
Dann bist du hier genau richtig.

Ich arbeite mit ambitionierten Frauen, die bereit sind, groß zu denken, klar zu handeln und ihre Vielbegabung endlich als Vorteil zu nutzen.
Gemeinsam schärfen wir deine Positionierung, entwickeln dein Signature-Angebot und bauen ein Business, das sichtbar, strategisch – und vor allem profitabel ist.

Meine Angebote sind keine Feel-Good-Spielwiese.
Sie sind für Macherinnen, die Verantwortung übernehmen – für sich, ihre Wirkung und ihren Erfolg.

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