GIRLS DON’T CRY
Sechs Mädchen. Sechs Länder. Und eine Frage, die alle verbindet: Was bedeutet es, heute auf der Welt ein Mädchen zu sein?
GIRLS DON’T CRY begleitet Nancy, Sheelan, Selenna, Nina, Paige und Sinai, 14 bis 16 Jahre alt, durch ihren Alltag in Tansania, dem Nordirak, Chile, Serbien, England und Südkorea. Was sie trennt, sind Tausende Kilometer, verschiedene Sprachen und radikal unterschiedliche Lebensbedingungen. Was sie verbindet, ist der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und der Mut, dafür einzustehen, auch wenn die Welt ringsum alles dagegen setzt.
Der Film zeigt keine Opfer. Er zeigt junge Frauen, die handeln.
Flucht, Zugehörigkeit, Identität – und der Alltag dazwischen
Nancy ist vor der Genitalverstümmelung geflohen und lebt seitdem im Schutzhaus einer NGO in Tansania. Sheelan hat dem IS-Völkermord überlebt und eine neue Heimat in Deutschland gefunden, bis das Wort „Remigration” diese Sicherheit erschüttert. Selenna in Chile kämpft als Transfrau für das Recht, so zu leben, wie sie immer schon war. Nina wurde aus Deutschland abgeschoben und lebt nun in einer Roma-Siedlung in Serbien, ohne die Chancen, die ihr versprochen worden waren.
Paige in England ist 16 und Mutter, eine Entscheidung, die sie in letzter Minute und gegen allen Druck getroffen hat. Sinai in Südkorea verweigert den erwarteten Schönheitseingriff und trainiert stattdessen täglich für die BMX-Weltmeisterschaften.
Jede dieser Geschichten wäre allein schon ein Film wert. Zusammen ergeben sie ein Bild, das unter die Haut geht.
Eine Regisseurin, die zuhört
GIRLS DON’T CRY ist das Werk von Sigrid Klausmann, die mit Dokumentarfilmen über Heranwachsende aus aller Welt bekannt wurde und diesen Film als ihren letzten bezeichnet. Sie widmet ihn ihrer Enkeltochter. Diese persönliche Dringlichkeit spürt man in jeder Sequenz.
Klausmann und Co-Regisseurin Lina Lužytė haben das Vertrauen der Mädchen gewonnen, bevor sie die Kamera aufgestellt haben. Das Ergebnis ist eine Intimität, die sich nicht inszenieren lässt: ehrliche Aussagen, ungeschützte Momente, Blicke, die mehr sagen als jeder Kommentar.
Der Film urteilt nicht. Er beobachtet mit Respekt, Neugier und einer Wärme, die das Publikum mitnimmt.
Warum dieser Film jetzt
Weil die Kämpfe, die diese sechs Mädchen führen, keine Einzelfälle sind. Weil Genitalverstümmelung, Abschiebung, Körpernormierung, Teenagerschwangerschaft und Identitätsunterdrückung keine fernen Phänomene sind, sondern Realitäten, die Mädchen weltweit betreffen, auch in Europa.
Und weil GIRLS DON’T CRY trotz allem kein schwerer Film ist. Er ist ein mutmachender Film. Einer, der zeigt, was möglich ist, wenn junge Frauen ihre eigene Geschichte erzählen dürfen.
Die FBW-Jury zeichnete den Film mit dem höchsten Prädikat „besonders wertvoll” aus. Das Interrobang Film Festival in Iowa vergab den Award „Best Documentary”. Auf dem Ojo de Pescado Festival in Valparaíso eröffnete er das gesamte Programm.
GIRLS DON’T CRY startet am 30. April 2026 in den deutschen Kinos. Ein Film für alle, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, jung, weiblich und entschlossen zu sein.
Filmdaten auf einen Blick
| Angabe | Details |
|---|---|
| Filmtitel | GIRLS DON’T CRY |
| Kinostart (Deutschland) | 30. April 2026 |
| Regie | Sigrid Klausmann |
| Co-Regie | Lina Lužytė |
| Produktion | Schneegans Productions |
| Verleih | farbfilm verleih |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Produktionsland | Deutschland |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Sprachen | Deutsch, Englisch, Spanisch, Swahili, Serbisch, Kurmandschi, Koreanisch |
| Auszeichnung | FBW-Prädikat „besonders wertvoll” · Best Documentary, Interrobang FF Iowa |
| Weitere Infos | girlsdontcry.org |